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Die Honigbiene ist auf die Hilfe des Menschen angewiesen, da sie in der freien Natur kaum noch geeignete Wohnungen findet. Es gibt in unserer kultivierten Landschaft eben keine altersschwachen und hohlen Bäume mehr. Der Imker stellt daher den Bienen eine Wohnung zur Verfügung und und nimmt dafür im Gegenzug Miete in Form von Honig und anderen Bienenprodukten.
In der Imkerei heisst diese Wohnung Beute.
Es gibt dank der kreativen Bastelwut der Imker der letzten Jahrzehnte eine sehr grosse Vielfalt an Beuten.
Je nach
Land, Bundesland oder Region sind da unterschiedliche Masse im Einsatz.
Unser Kollege Guido Hilgers hat eine sehr schöne Auflistung bereitgestellt : Imkerei Hilgers
Sehr weit verbreitet
ist bei uns im Norden die Segeberger Beute, eine Beute aus Vollkunstoff, sehr leicht, gute
Isoliereigenschaften im Winter und pflegeleicht.
Wir haben einige dieser Beuten, sie bestehen meist aus 2 Bruträumen und 1-2 Honigräumen.
Zur
Hauptsache imkern wir jedoch in Frankenbeuten im Dadantmass.
Beim Dadantmass hat man nur einen Brutraum. Die Honigräume sind 1/2 - Dadant und daher nicht so
schwer bei der Honigernte wie z.B. eine Zarge der Segeberger Beute.
Dieses ist eine Segeberger Beute aus Boden, 3 Zargen und einem Deckel.
In die Zargen kommen Rähmchen aus Holz, die mit einer Mittelwand bestückt
wird.
Das ist
eine mit Wabeneindruck vorgestanzte Wachsplatte.
Die Bienen bauen diese Wachplatten dann weiter aus zu Waben und nutzen diese
für
die Brut, für Pollen und den Honig.
Viele Imker lassen diese Mittelwand auch weg und lassen die Bienen dann
"natürlich"
bauen.
Dieser Naturwabenbau hat Vor- und Nachteile. Hier hat jeder seine Vorlieben.
Je nach Beutenart passen in eine Zarge 10 - 12 Rähmchen.
Für eine Beute mit 2 Bruträumen und 2 Honigräumen sind daher ca. 40 Rähmchen
und 40 Mittelwände notwendig.
So werden z.B. In einer Imkerei mit 100 Völkern 4.000 Rähmchen benötigt,
von denen jährlich eine grosser Teil ausgetauscht werden muss.
Wenn eine Wabenzelle im Brutraum frei ist wird sie von den Stockbienen gereinigt
und von der Königin neu mit einem Ei belegt.
Im Laufe der Zeit werden diese Waben im Brutraum daher mehrfach bebrütet und müssen dann irgendwann
vom Imker ausgetauscht werden, weil die Wabenzellen immer kleiner werden.
Ausserdem werden die Brutwaben nach jedem "Durchgang" dunkler und sind dann irgendwann nicht
mehr
brauchbar. Somit werden zu den Rähmchen auch ständig neue Mittelwände benötigt.
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Rähmchen für den Brutraum |
Mittelwände |
Rähmchen für den Honigraum |
Die Bilder stammen vom Imkerei - Zubehörhandel Holtermann
Die alten Waben werden eingeschmolzen, das Wachs kann wieder verwendet werden.
Dadurch, dass die Bienen ständig einen Teil der Waben wieder neu ausbauen, entsteht im Laufe der
Zeit ein Überschuss an Wachs, der entweder zu Kerzen oder zu neuen Mittelwänden verarbeitet
werden
kann.
Seit 2005 kaufen wir keine fertigen Mittelwände mehr. Wir giessen diese selbst in einer Mittelwandgiessform und haben so einen eigenen Wachskreislauf, in den keine fremden Stoffe mehr
hineinkommen können. Dieser Wachskreislauf wird ständig durch sehr sauberes Wachs ergänzt,
welches beim Honigschleudern gewonnen wird.
Dies reduziert die Belastung der Bienen mit Schadstoffen und der geerntete Honig ist weitgehend frei
von äusseren Einfllüssen.
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